Dienstag, 18. Februar 2014

Kurze Pause.

Hey hey, hier geht es erst Ende Februar/Anfang März weiter... Dem Blogbetreiber platzt gerade der Arsch vor lauter Arbeit. Bis bald! Euer Himppe

Donnerstag, 16. Januar 2014

Abenteuer-Urlaub II pt.4

Ich wache auf. Davor habe zunaechst getraeumt, ich wuerde vor zig tausend Menschen gegen nen Kumpel wrestlen wollen/muessen. Beim Einlauf scheint das Publikum nicht sonderlich angetan. Vereinzeltes Raunen ertoent und ich winke ins Publikum. Nur die aelteren Damen und ein paar Kinder winken zurueck. Die sind aber in der Minderzahl. Waehrend ich den ewig langen Weg (er macht den Eindruck einer Rennstrecke) entlang stolziere, gebe ich noch seltsame Geraeusche von mir. Ich meine wohl, dass muesse so sein. Ich rolle mich seitlich unter den Ringseilen durch, mein Kontrahent versucht es kopfueber, aber daran musste er ja scheitern. Szenenwechsel. Ich sitze mit meinen Eltern und meiner Schwester am Tisch. Doch wir muessen los, irgendwohin. Der frisch gekuehrte Weltfußballer kommt des Weges und setzt sich als erster auf die Rueckbank des Mercedes' meiner Mutter. Ich denke mir, ein Erinnerungsfoto waere angebracht. Meine Schwester soll diesen Moment fuer die Ewigkeit festhalten. CR7 und H8000, zwei Maenner von Weltformat warten gemeinsam, dass meine Mutter nen Gang einlegt. Auf einmal will Jerome Boateng auch mit aufs Bild. Zum Glueck endet der Traum just in diesem Moment. Der talentarme Typ haette das Erinnerungsstück doch total versaut.
Ich muss den Wohnungsschluessel meiner Stepsister bei einer Freundin von ihr unweit meines jetzigen Standpunktes (also dort, wo ich mich befinde, während der Zeit, von der ich schreibe) abgeben. In Uniform und bewaffnet erwartet sie mich. Aber ich habe keine Angst. Sie hat keinen Grund auf mich zu schießen, sie kennt mich ja noch nicht so gut. Schluessel also abgegeben und fix zum Hauptbahnhof. Von dort alles wie gehabt.
Im Rewe-Supermarkt verzichte ich diesmal auf den Kauf von Aepfeln, ich habe ja noch drei im Rucksack. Und so erwerbe ich nur eine Koffein-Limo und -sozusagen Premiere- ein Sieger-Bier (Ein Sieger-Bier ist eigentlich eine gewoehnliche Hopfen-Kaltschale. Sie wird erst zum Sieger-Bier, wenn man sie/es trinkt und sich dabei sagt, das habe ich mir nach all den Strapazen verdient. Ob die Strapazen real oder nur imaginiert sind, das spielt dabei eigentlich keine wesentliche Rolle.). Dann fuehrt mich mein Schicksal ohne Umwege direkt zum Archiv. Dort treffe ich etwas frueher als ueblich ein und bin auch der zweite, der sich dort ueberhaupt befindet. Aber das ist ja nicht weiter schlimm.
Ich baue mein mobiles Buero auf und stelle mir als Ansporn die Flasche Staropramen ganz in die Naehe. Und dann geht es los. Der Plan ist aufgestellt. Die Uhr tickt.
Es laeuft gut. Jetzt bloß keine weitere Zeit verschwenden, indem ich mir selbst permanent auf die Schulter klopfe. Nen Apfel essen? Nachher. Ein Schluck Wasser? Gleich. Toilette? In meinem Koerper ist noch Platz. Und dann kommt der Archivar. Das habe ich ja total verdraengt. Er sieht die Kartons, die ich in den vergangenen selbsstaendig aus den Regalen genommen habe, damit er nicht vorbeikommen musste, damit ich Zeit spare, damit ich meinen Plan erfuellen kann. Begeisterung macht ein anderes Gesicht. Doch dann, Probleme mit dem Gartengrundstueck. Das soll verkauft werden, die Verwaltung kommt nicht aus dem Quark. Zinsen, Hypothek, alles was damit zusammenhaengt. Ich biete ihm an, mit ihm die ganzen Kartons wieder einzusortieren, ich hab sogar einen Wuerfel dabei, für den Fall, dass sich Unklarheiten auftun. Doch es geht auch ohne, nur meine Manpower ist gefragt. Da hat sich ja doch einiges aufgestapelt. Nun ist die Zeit doch weg. Die erste Stunde Puffer, zerflossen im ewigen Aether der Unendlichkeit. Und so kuendige ich an, dass ich waehrend unseres Gespraechs, weiter scannen wuerde und verleihe meiner Hoffnung Ausdruck, dass das Geraeusch, das der Scanner verursacht, ihn nicht stoere. Ne, das tut es nicht, darum und deswegen. Ich bitte ihn noch um die Kontaktdaten einiger Zeitzeugen und schlussendlich verabschiedet er sich und wuenscht mir alles Gute.
Ich jage alles, was noch von Relevanz erscheint ueber das Vorlagenglas, durch das USB-Kabel hinein in meinen Rechner. Da das Zimmer mit den Aktenbestaenden nun bereits abgeschlossen ist, verzichte ich wohl oder uebel auf das weitere Stoebern und packe meine siebentausend Sachen. Mit zwei Schlaegen uebermannt mich die Muedigkeit. Die ganze Zeit unter Strom und auf einmal zunehmender Druckabfall. Falle ich jetzt in einen hundertjaehrigen Schlaf? Noe, das nicht, aber auf einmal habe ich keinen Appetit mehr auf das dahinposierende Bierchen.
Die Abschiedsrunde beginnt. Auf Wiedersehen, bis bald einmal, vielen Dank und was man so sagt. Die gesamte Belegschaft versammelt sich, winkt mir und wuerft mir Kuesse hinterher. Ob er jemals wiederkommen wird, fragen sich die Mitarbeiter des NOFV lautstark gegenseitig. Traenen fließen und verwandeln den gesamten Vorplatz in einen reißenden Strom des Mitgefuehls, der Wehmut und auch der Hoffnung, mein strahlendes Laecheln bald wiedersehen zu duerfen.
Und so entwerte ich zum vorlaeufig letzten Mal ein Ticket und fahre mit den grimmigen Berlinern zum Hauptbahnhof.
Dort ist die Hoelle los. Sind wohl ein paar Verkehrsmittel der DB mit Verspaetung unterwegs. Entgleiste Gesichtzuege allenthalben, das pure Entsetzen. Menschen stuerzen sich vom Obergeschoss in die Tiefe, doch ich habe noch immer keine Lust auf mein Sieger-Bier. Der Connex kommt. Ich steige mit einer Krokodilstraene im Knopfloch in diese Schlange aus Stahl und uebelriechenden Sitzbezuegen. Auf geht es in meine Geburtsstadt. Lange nicht mehr dagewesen.
Am Hauptbahnhof spuckt uns der Zug aus und ich laufe nach Hause. Das Geld werfe ich den Leipziger Verkehrsbetrieben nicht in ihren gierigen Schlund. Eine kurze Ruhepause. Zeit zur Besinnung. Und dann gehts ins Bett. Schlafen. Ob Jerome noch auf das Foto wartet?
Bis bald. Euer Himppe.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Abenteuer-Urlaub II pt.3

Die Daemmerung ist noch fern, aufstehen muss ich trotzdem. Da kennt der Tagesablauf kein Pardon. Da sagt er ganz unverhohlen Cest la vie. Der vorlaeufig vorletzte Tag in Berlin beginnt. Mir dessen bewusst, beginnt die Wehmut einzusetzen. Und zack, ist sie auch schon wieder vorbei. Es gibt viel zu tun. Das Fazit des Tages:

ja, doch.

Den ganzen Logistik-Kram lasse ich jetzt mal außen vor. Im Rewe gibts wieder ein paar Aepfel meiner Lieblingssorte: Oma Schmidt. Unweit davon greife ich zum Mate-Imitat. Heute wieder zwei Flaschen. Schließlich muss ich heute nochmal einen entscheidenden Schritt nach vorn machen.
Wie immer in den letzten Wochentage klingele ich, damit man mich hineinlaesst. Der Geschaeftsfuehrer drueckt auf einen Knopf an seinem Thron, das Tor oeffnet sich, die Zugbruecke wird hinuntergelassen. Nun kommt es zum Showdown, denke ich, aber nix. Man winkt mich durch und schließt mir die kleine Kammer im Elfenbeinturm auf. Ich lege los.
Die Zeit ist streng rationiert. Erfreulicher- wie auch seltsamerweise bleibe ich bestaendig im Zeitplan. Zur Halbzeit liege ich sogar mit 15Minuten in Fuehrung, doch ein paar Schluck Wasser, zwei Aepfel und ein paar Gedankenspruenge spaeter faellt bereits der Ausgleich. Jetzt gilt es, den Druck hochzuhalten. Eine erneute Pause zum Zweck der Essensaufnahme ist vorerst nicht moeglich. Und es kommt, wie es kommen musste, der Koenig tritt herein. Ob ich fleißig alles digitalisiere. Und ueberhaupt. Ich bejahe und erwaehne beilaeufig die Schwierigkeiten, die mit der Arbeit im Archiv zusammenhaengen. Er nickt verstaendnisvoll und verschwindet wieder. Gut gemacht Himppe! Wenngleich die Uhr weiterlief. Fortan lese ich nur noch fluechtig, alles was nuetzlich erscheint wird gleich in den Computer gejagt, die Aufloesung ist eh schon auf die Haelfte reduziert (wenn ueberhaupt, spart das eine Sekunde pro Scanvorgang, aber wohl eher gar nichts außer Festplattenkapazitaet).
Mehrmals gehe ich in den Raum, in dem die Unterlagen in Kartons untergebracht sind und besorge mir neue Papierstapel. Auswertungen, Vorlagen und allerlei Geschriebenes bis die Augen schwitzen. Und noch bevor ich wieder in meinem Quartier bin, ist meine Zeit vorrueber. Gegen dreiviertel Vier am Nachmittag schalte ich den Rechner aus, packe alles was mir gehoert in meinen Rucksack, bis auf meinen Rucksack, denn sonst wuerde ich Gefahr laufen, mich zu verheben. Noch jedem nen schoenen Feierabend wuenschen, dann ab in die Straßenbahn. Handy raus. Nachrichten beantworten, schauen, was in der weiten Welt des kommerzialisierten Profifußballs so Interessantes passiert ist und wie von Zauberhand stehe sich auch schon vor der Wohnungstuer. Rein da, Schuhe aus, Jacke aus, Glotze an, Rechner raus, Rechner an und all die spannenden Dinge, die der Abend noch so mit sich bringt (inklusive Abendessen, Zaehne putzen, Rechner aus und Sachen fuer meine Heimfahrt packen). Naja und dann ist es ja auch schon jetzt. Der doofe Kommisar Beck langweilt mich zu Tode. Vielleicht ist er ja auch der Moerder?
Bis bald. Euer Himppe.

Dienstag, 14. Januar 2014

Abenteuer-Urlaub II pt.2

Und schon ist wieder Routine drin. Aufstehen, Zaehne duschen und so weiter. Nur diesmal habe ich große-groeßte Probleme, mich der Muedigkeit zu erwehren. Der Fußmarsch zum Hauptbahnhof zieht sich ewig, mein Fuß schmerzt, ich habe Hunger, ich will nach Hause. Den Traenen nahe, kaempfe ich mich die Stufen hinauf vorbei an den unfreundlichsten Gesichtern, die der Morgen zu bieten hat. Tut denen auch der Fuß weh? Oh jetzt ist es bereits zu spaet fuer das Fazit des Tages. Vielleicht koennen wir die zusammenfassende Auswertung ja morgen noch irgendwie unterbringen.
Also dann beginnt langsam der Refrain des alten Liedes. S-Bahn, Straßenbahn, Rewe usw. ...Doch halt, der Prinz goennt sich nur eine Flasche Mate-Imitat? Anzeichen einer bevorstehenden Revolution in Nepal? Steht das No-Spy-Abkommen vor dem Aus? Oder moechte jemand einen auf sparsam machen? Das laesst sich wohl nicht mehr abschließend klaeren. In einer Scheibe habe ich einige Probleme mich zu erkennen. Ich frage mich, wo meine wunderschoenen Augen geblieben sind. Der Typ, der sich im Glas spiegelt, sieht aus, als haette er sich vor kurzem ne Familien-Packung Haschkekse gegoennt, so klein sind die Sehschlitze.
Im Archiv steppt schon wieder der Baer. Ich nehme Platz, oeffne die mir zugedachten Kartons, einen nach dem anderen, und scanne, als waere es mein letzter Tag.  (Apropos Scannen, neben dem Scanner, den ich aus Bequemlichkeit im Archiv gelassen habe, befindet sich mein Ladegeraet. Da hat es sich wohl verlaufen. Oder ich habe es uebersehen. Nur eine Option davon kann der Wahrheit entsprechen) Dokument ueber Dokument, Plaene, Entwuerfe und unter all dem Zeug schließlich eine Gliederung mit dem Verweis auf die Spielkonzeption des DFV als Anlage 1. Ich denk mir nur, das ist genau das, wonach ich gesucht habe, jetzt haben sich die 300€ Kosten fuer die Archivreise schlußendlich also doch gelohnt. Dann bemerke ich, die Anlage fehlt. Anlage 2 bis unendlich sind vorhanden. Ausschließlich die erste wurde wohl versehentlich verschluckt. Nun warte ich also nur noch, dass der Geschaeftsfuehrer erscheint, um zu versuchen mir noch ein bissl Kohle aus dem Loch in meinem Portemonaie zu leiern. Aber ne, die Bombe ist zwar scharf, zur Explosion kommt es aber nicht.
Die verbleibende Zeit nutze ich, um alles was eine Ziffer und den ein oder anderen Buchstaben mit sich fuehrt, zu digitalisieren. Das Pfeifen des Scanners verkommt zum Grundrauschen in den Weiten der Geschaeftstelle. Das USB-Kabel aechzt unter der Last der Daten. Ploetzlich zeigt die Uhr an, es ist soweit. Und so packe ich alles ein, was ich mitgebracht habe und verlasse das Archiv in der Vorfreude auf den Tatort. Die Furtwaenglern laeuft heute (das ist die Gespielin von Sonny-Boy Burda).
In meiner Bleibe angekommen, speise ich kurz zu Abend und schalte den riesigen Fernseher an. Mit dem Gebrabbel vieler untalentierter "Schauspieler" im Hintergrund ordne ich die gescannten Dokumente und beende den Tag mit einem lauten Seufzer. Die Augen fallen zu und lassen sich leider nicht mehr oeffnen. Da kann ich ja auch schlafen.
Bis bald. Euer Himppe

Abenteuer-Urlaub II pt.1

Und schon geht es weiter. Das Wochenende hat sich in seinen wohlverdienten Urlaub verabschiedet. Derweil begebe ich mich mit dem Interconnex wieder nach Berlin. Mit knapper Lichtgeschwindigkeit fegt der Zug ueber die Gleise, die Landschaft pfeift am Fenster vorbei. Nur ein Wimpernschlag spaeter steige ich erhobenen Hauptes aus dem Zug. Und ab gehts zum Archiv, der Weg ist ja ein alter Bekannter. Ach ja,  bevor ich das Fazit vergesse:

Jo.

Da die Zeit schon wieder ein paar tiefe Krater in mein Gedaechtnis gesprengt hat, muss ich mal tief in mich gehen, um rekonstruieren zu koennen, was da so ging...
Der nette Herr Archivar begrueßt mich, wie einen alten Freund von der Parteischule. Alsbald suchen wir dann auch schon ein paar Akten heraus. Sie gieren geradezu darauf, von mir bearbeitet zu werden. Nebenher informiert er mich ueber ein Gespraech zwischen ihm und dem Herrn Geschaeftsfuehrer am vergangenen Freitag. Der Herr Geschaeftsfuehrer wolle gerne noch ein paar Euro mehr fuer die Nutzung seines Stiefkindes (damit ist das Archiv gemeint, ist nur ein sprachliches Bild) von mir. Seltsam, haben wir doch am Freitag Nachmittag ein angeregtes Gespraech gefuehrt, da waere es doch angebracht gewesen, mal darauf hinzuweisen. Naja, noch verbuche ich das unter der Rubrik Geruecht. Tiefenentspannt zauber ich meinen Scanner aus der Hosentasche und acker die Laenderspiele der 80er durch, die extra abgelegt wurden. Wenig spaeter faengt auch die eine Sekretaerin mit der "Himppe der mutmaßliche Goldesel des NOFV"-Geschichte an. Da ich nun davon ausgehen muss, dass da irgendwas dran ist, entschließe ich mich dazu, meine Argumentation bezueglich des Archivs zu aendern. Von "Ja, gut, dass es das gibt..klasse" hin zu einem "Boah, ne, hilft mir nicht weiter, fehlende Deckblaetter, willkuerliche Ablage. Am besten zumachen, die ganze Bude". Ich arbeite weiter. Irgendwann wird er schon kommen...

Nach getaner Arbeit bemerke ich in meinem Domizil das Fehlen meines Ladegeraetes. Auch das mehrmalige Ueberpruefen des gleichen Lochs meines Rucksacks vermag daran nichts zu aendern. Ziemlicher Mist. Vielleicht laeuft ja wenigstens ein Krimi. Seit letzter Woche hat es mich ja angefixt. Aber auch hier Fehlanzeige. Die Woche beginnt so, wie der Zweite Weltkrieg fuer die Deutschen endete. Mit der ein oder anderen Enttaeuschung.
Also Laptop anwerfen und mal Speicherplatz freimachen. Kommt man ja sonst nicht dazu. Das Leben haelt ja fuer gewoehnlich zig Alternativen bereit. Man muss nur zugreifen. Wo die Speicherleiste des Festplattenlaufwerks C fuer gewoehnlich in einem bedrohlichen Rot daherkommt, scheint sie nun freundlich blau. Und dann ist es auch schon spaet genug fuers Fernsehen. Jetzt muss ich allerdings zwischen Inspector Barnaby und Poltergeist waehlen. Ich entscheide mich fuer den Horrorklassiker aus der fernen Zeit ohne ausufernde Computeranimationen. So spannend, ich schlaf zeitnah ein. Und das war es dann auch fuer den Montag.
Bis bald. Euer Himppe

Montag, 13. Januar 2014

Abenteuer-Urlaub pt.5

Mit leichter Latenz heute nun die Zusammenfassung des letzten Abenteuertages der ersten Woche. Die Wehmut ist heute mein staendiger Begleiter... Oder ist es die Vorfreude aufs Wochenende? Auf jedem Fall bin ich emotional total aufgewuehlt. lirum larum, das Fazit des Tages:

Laeuft!

An diesem Freitag stehe ich erneut 15Minuten eher auf, als es am Vortag der Fall war. Langsam faellt es mir schwer, aber ich weiß ja, ich werde morgen schoen gechillt ausschlafen (bzw. gehe ich in meiner bodenlosen Naivitaet davon aus). Ein kurzer Sprung unter den tosenden Duschstrahl genuegt und ich steige wie die Venus aus dem Wasser. Mechanisch jage ich die, in Dentagard getunkten, Borsten meiner Zahnbuerste ueber meinen Zahnschmelz. Danach wie immer Aufbruch, Fußweg, S-Bahn, Straßenbahn, Rewe, Mate, Fußweg, Angekommen. Breit gemacht. Meine raeumliche BEscheidenheit werfe ich zum Wochenabschluss in hohem Bogen ueber die Reling. Heute brauche ich mal zig Quadratmeter Platz, um vernuenftig arbeiten zu koennen.
Ich ergaenze die gestern angefertigten Kopien, verschaffe mir einen Ueberblick ueber die Auswertungen des Wissenschaftlichen Zentrums zu den WM-Endrunden ab 1974 und stoebere desweiteren in vielen weiteren Pappkartons herum. Mit einem Auge behalte ich jedoch immer die Uhrzeit im Blick, die mir minutengenau von meiner schicken Armbanduhr angezeigt wird. Schließlich muss ich meine Mitfahrgelegenheit kurz nach 16:00Uhr am Hbf Berlin erwischen.
Der Geschaeftsfuehrer des NOFV erscheint in meiner Kammer und wir unterhalten uns ausfuehrlich ueber das Archiv, das Fußballmuseum und den Fußball im Osten der Republik bis sein Telefon schellt, dann bin ich wieder alleine mit der Geschichte. Die letzte halbe Stunde mache ich es dann nochmal spannend. Als haette ich die Tage zuvor nichts geschafft, lege ich den Turbo-Schalter um, besorg mir einen Karton nach dem anderen und ueberfliege deren Inhalte in wahnwitzigstem Tempo. Kurz vor 15:00 muss ich.mich dann zwingen, die Arbeit fuer diese Woche ruhen zu lassen. Ich verstaue alles ordnungsgemaeß, verabschiede mich hoeflichst von allen Menschen im Gebaeude und dann segle ich auf meinem hohen Ross gen Straßenbahn. Mit der Fahre ich wieder einmal durch die halbe Hauptstadt, lass mich noch von meiner Stiefschwester aufsammeln, uebergebe ihr mein Wochenticket und mach mich dann auf zum Treffpunkt der MFG.
An der Treppe zu einem Gleis gleich beim.Wiener Feinbaecker treffe ich.mich mit dem Organisator der Rueckfahrt. Nach und nach erscheinen noch zwei Personen. Zum Schluss stellt sich heraus, dass er sich damit noch einige Dukaten dazuverdient, ganze 8 Menschen fahren am Ende gemeinsam gen Freistaat. Viel zu viele Gespraeche spaeter erreichen wir Leipzig. Am heimischen Hauptbahnhof erwerbe ich eine Kurzstreckenfahrkarte fuer einen Preis, der sich das Praedikat Frechheit redlich verdient und juchtel mit der Linie 4 nach Hause. Der Briefkasten quillt ueber, was die Postfrau scheinbar dennoch nicht davon abbringen konnte, wenigstens noch zwei/drei Briefe hineinzuknuellen/stopfen (Wenn Sie das lesen, ich wuensche Ihnen auf diesem Wege nen gepflegten Rahmenbruch am Fahrrad, bei voller Fahrt im stroemenden Regen...).
Oben angekommen, wunder ich mich etwas ueber die dezente Unordnung, aber die ist wohl mein Verschulden. Da sich unter den Paeckchen auch PES 2014 befindet, packe ich es sofort aus, installier es auf meinem Rechner und scheitere aber mehrmals bereits im Training auf der Schwierigkeitsstufe Fortgeschrittener. Keine Ahnung, programmierfehler oder sowas. Auf jeden Fall schwillt mir der Hals so dick, ich wuerde nicht mal mehr durch den City-Tunnel passen. Also lade ich.mir noch zwei Folgen Tatort ausm Netz und lege mich ins Schlafzimmer. Das Verbrechen wird aufgeklaert, doch ich bin.bereits im Reich der Traeume.
Bis bald. Euer Himppe

Donnerstag, 9. Januar 2014

Abenteuer-Urlaub pt.4

Ach Mensch, jetzt isses schon so spaet, doch es laeuft noch immer kein Krimi. Und morgen ist sowieso Schluss mit Fernsehen, es geht fuer zwei knapp 2 Tage in die Heimat. Ins beschauliche Leipzig. Doch bevor es soweit ist, wird morgen nochmal professionel in der Geschichte herumgestochert. Ach und bevor ich es vergesse, das obligatorische Fazit of the day:

Okay.

Na, der Tag begann nochmal gut 15 Minuten eher, als der gestrige. Wenn das so weiter geht - was es wohl nicht tun wird - wache ich bald in der Vergangenheit auf. Ansonsten eigentlich alles wie gehabt. Nur eine viertel Stunde eher und einen Tag spaeter. Klingt aber komplizierter als es ist.

Im Archiv angekommen, wird mir mitgeteilt, dass die Sekretaerin erkrankt ist. Nun bekomme ich Bammel, dass ich heute ein Stueck weit Leerlauf haben werde. (Wer die letzte Folge gelesen hat, wird sich erinnern, dass des Archivars Auto einem Schaden erlag.) Wer sollte mir heute die Archivbestaende zugaenglich machen. Ich beginne mit der Arbeit, sehe aber auch schon das Ende der sinnvollen Beschaeftigung in unmittelbarer Naehe auf mich zutorkeln.Der Schweiss rinnt mir die Stirn und den gestaehlten Koerper hinab, als ich ploetzlich die Stimme des Archivars vernehme. Erleichterung macht sich breit. Bei mir. Er betritt den Raum, ich frage ihn, ob mit der Karre alles in Ordnung sei. Ja, und es wuerde mir alles in Kuerze genauestens berichtet. Also bereue ich meine Frage. Bliblablup, Frau, Termin, ADAC, Werkstatt, Ersatzteilhandel, Werkstatt, Fernseher kaputt, Marx, Subventionspolitik und alles andere. Meine Ohren schwitzen, mein Geist truebt sich langsam, die Zeit verinnt in den Atempausen, wie Blut... Ach ne, wartet, das gerinnt. Naja, wie dem auch sei, Aeonen sind vergangen, wir planen noch die naechste Woche und machen dann erstmal Kopien.
Oh, ich sehe gerade, es ist schon morgen, ich sollte beginnen zu schlafen.
Also fix zwischen 300 und 400 Kopien gezogen, den Archivar verabschiedet, noch etwas weitergearbeitet und zack, war die Zeit bereits wieder rum. Rschoepft schleiche ich zur Straßenbahn. Die hat nur auf mich gewartet und los gehts. Am Alex raus, denn ich moechte noch eine Postkarte und ein paar Akten- Dullis (keine Ahnung, ob die bunten Dinger so geschrieben werden) kaufen. Aber das wird natuerlich nichts...
So ich pausiere jetzt hier und setze das ganze nachher fort. Gute Nacht. Euer Himppe.

Ja, es ist es ja sxhon so lange her, dass es passieren kann, dass ich etwas durcheinanderbringe. Also... Spiderman so,pass auf Himppe, mein Spinnensinn warnt mich, hier stimmt was nich und ich so, ach Kaese, lass uns das Magma-Monster jagen, dann haben wir es hinter uns... Geheime Himppe-Kraft in Blau! Und Tsching, alle vom Magma-Monster getoeteten Menschen sind wieder am Leben und sogar noch durchschnittlich um 14,83 IQ-Punkte schlauer. Außer die FDP-Mitglieder, die blieben in der Hoelle.
Die Abspann-Musik fadet sanft aus dem Off in die hoerbare Lautstaerke und die Credits laufen von unten nach oben uebers Bild.
Bis bald. Euer Himppe