Montag, 16. Mai 2016

Arbeiten I - Zeitmanagment

Das effektive Ausnutzen der zur Verfügung stehenden Zeit ist nicht das A und O des Arbeitens. Es ist das ganze verdammte ERNSTL. Nun gibt es unzählige Ratgeber, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Vergesst die. Beinahe ebensoviele Schulung werden dazu angeboten. Spart euch, da hin zu gehen.
Mit den folgenden Tipps und Tricks optimiert ihren euren Workflow und habt zukünftig viel mehr Zeit, um das erschuftete Geld wieder dem Äther der Volkswirtschaft zuzuführen.

1. Besorgt euch eine Uhr
Mit dieser nicht mehr ganz so neuen Erfindung lässt sich problemlos die Zeit messen, aber auch ermitteln, wie spät es gerade ist (wenn das eine nicht sogar mit dem anderen einhergeht).

2. Besorgt euch einen Kalend

sorry, habe gerade gesehen, dass ich ein bisschen knapp mit der Zeit bin, muss jetzt hier aufhören. Hab noch nen Haufen Arbeit vor mir. Geht bald weiter. Weiß nicht wann. Mit was anderem. Befolgt die Tipps und alles wird gut.


Montag, 9. Mai 2016

Arbeiten - Eine Einführung und Klarstellung

Stand 2014 waren in Deutschland 44.760.000 Menschen erwerbstätig. Im Frühjahr 2016 kam ich auch noch dazu. Fast unbemerkt von der Medienlandschaft der BRD verschlug es mich ins Arbeitsleben. Das blieb natürlich nicht ohne Auswirkungen. Seitdem: (früh) aufstehen, dann da sein und irgendwann in den Feierabend entlassen werden. Tag ein Tag aus.
Nun ist nur jeder zweite Deutsche zufrieden mit seinem Job. Die andere Hälfte ist es weniger. Die Gründe für diesen Missmut sind vielschichtig und sollten daher überhaupt nicht interessieren. Stattdessen möchte ich den Angestellten, Freiberuflern, sowie anderen Gaunern und Ganoven offenbaren, wie man Arbeit so gestalten kann, dass man sich wünscht, nie mehr damit aufhören zu müssen. Das geht!
Ich werde euch also fortan an meinen Erkenntnissen aus dem Arbeitsleben teilhaben lassen. Wo ist der Haken, fragt ihr euch? Kein Registrieren und kein Anmelden, also auch kein Schindluder mit euren Daten. Auch keine Paywall bei besonders substantiellen Beiträgen. Ich bin ganz offen, ich möchte der Welt etwas zurückgeben, von all dem, was ich ungefragt bekommen habe. Denn die Welt ist die Zukunft!

Samstag, 7. Mai 2016

Comeback des Jahres

Das Niveau sinkt, es geht bergab. Und da ich mich ja schon seit Jahren als Katalysator gesellschaftlicher Tendenzen begreife, kann ich diese Entwicklung nicht unbegleitet lassen. Daher geht es hier jetzt auch weiter. Soon. Genauer gesagt am 09.05.16, wenn es die Planungsfunktion von Blogger.com auf die Reihe bekommt.
Bis dahin!

Dienstag, 18. Februar 2014

Kurze Pause.

Hey hey, hier geht es erst Ende Februar/Anfang März weiter... Dem Blogbetreiber platzt gerade der Arsch vor lauter Arbeit. Bis bald! Euer Himppe

Donnerstag, 16. Januar 2014

Abenteuer-Urlaub II pt.4

Ich wache auf. Davor habe zunaechst getraeumt, ich wuerde vor zig tausend Menschen gegen nen Kumpel wrestlen wollen/muessen. Beim Einlauf scheint das Publikum nicht sonderlich angetan. Vereinzeltes Raunen ertoent und ich winke ins Publikum. Nur die aelteren Damen und ein paar Kinder winken zurueck. Die sind aber in der Minderzahl. Waehrend ich den ewig langen Weg (er macht den Eindruck einer Rennstrecke) entlang stolziere, gebe ich noch seltsame Geraeusche von mir. Ich meine wohl, dass muesse so sein. Ich rolle mich seitlich unter den Ringseilen durch, mein Kontrahent versucht es kopfueber, aber daran musste er ja scheitern. Szenenwechsel. Ich sitze mit meinen Eltern und meiner Schwester am Tisch. Doch wir muessen los, irgendwohin. Der frisch gekuehrte Weltfußballer kommt des Weges und setzt sich als erster auf die Rueckbank des Mercedes' meiner Mutter. Ich denke mir, ein Erinnerungsfoto waere angebracht. Meine Schwester soll diesen Moment fuer die Ewigkeit festhalten. CR7 und H8000, zwei Maenner von Weltformat warten gemeinsam, dass meine Mutter nen Gang einlegt. Auf einmal will Jerome Boateng auch mit aufs Bild. Zum Glueck endet der Traum just in diesem Moment. Der talentarme Typ haette das Erinnerungsstück doch total versaut.
Ich muss den Wohnungsschluessel meiner Stepsister bei einer Freundin von ihr unweit meines jetzigen Standpunktes (also dort, wo ich mich befinde, während der Zeit, von der ich schreibe) abgeben. In Uniform und bewaffnet erwartet sie mich. Aber ich habe keine Angst. Sie hat keinen Grund auf mich zu schießen, sie kennt mich ja noch nicht so gut. Schluessel also abgegeben und fix zum Hauptbahnhof. Von dort alles wie gehabt.
Im Rewe-Supermarkt verzichte ich diesmal auf den Kauf von Aepfeln, ich habe ja noch drei im Rucksack. Und so erwerbe ich nur eine Koffein-Limo und -sozusagen Premiere- ein Sieger-Bier (Ein Sieger-Bier ist eigentlich eine gewoehnliche Hopfen-Kaltschale. Sie wird erst zum Sieger-Bier, wenn man sie/es trinkt und sich dabei sagt, das habe ich mir nach all den Strapazen verdient. Ob die Strapazen real oder nur imaginiert sind, das spielt dabei eigentlich keine wesentliche Rolle.). Dann fuehrt mich mein Schicksal ohne Umwege direkt zum Archiv. Dort treffe ich etwas frueher als ueblich ein und bin auch der zweite, der sich dort ueberhaupt befindet. Aber das ist ja nicht weiter schlimm.
Ich baue mein mobiles Buero auf und stelle mir als Ansporn die Flasche Staropramen ganz in die Naehe. Und dann geht es los. Der Plan ist aufgestellt. Die Uhr tickt.
Es laeuft gut. Jetzt bloß keine weitere Zeit verschwenden, indem ich mir selbst permanent auf die Schulter klopfe. Nen Apfel essen? Nachher. Ein Schluck Wasser? Gleich. Toilette? In meinem Koerper ist noch Platz. Und dann kommt der Archivar. Das habe ich ja total verdraengt. Er sieht die Kartons, die ich in den vergangenen selbsstaendig aus den Regalen genommen habe, damit er nicht vorbeikommen musste, damit ich Zeit spare, damit ich meinen Plan erfuellen kann. Begeisterung macht ein anderes Gesicht. Doch dann, Probleme mit dem Gartengrundstueck. Das soll verkauft werden, die Verwaltung kommt nicht aus dem Quark. Zinsen, Hypothek, alles was damit zusammenhaengt. Ich biete ihm an, mit ihm die ganzen Kartons wieder einzusortieren, ich hab sogar einen Wuerfel dabei, für den Fall, dass sich Unklarheiten auftun. Doch es geht auch ohne, nur meine Manpower ist gefragt. Da hat sich ja doch einiges aufgestapelt. Nun ist die Zeit doch weg. Die erste Stunde Puffer, zerflossen im ewigen Aether der Unendlichkeit. Und so kuendige ich an, dass ich waehrend unseres Gespraechs, weiter scannen wuerde und verleihe meiner Hoffnung Ausdruck, dass das Geraeusch, das der Scanner verursacht, ihn nicht stoere. Ne, das tut es nicht, darum und deswegen. Ich bitte ihn noch um die Kontaktdaten einiger Zeitzeugen und schlussendlich verabschiedet er sich und wuenscht mir alles Gute.
Ich jage alles, was noch von Relevanz erscheint ueber das Vorlagenglas, durch das USB-Kabel hinein in meinen Rechner. Da das Zimmer mit den Aktenbestaenden nun bereits abgeschlossen ist, verzichte ich wohl oder uebel auf das weitere Stoebern und packe meine siebentausend Sachen. Mit zwei Schlaegen uebermannt mich die Muedigkeit. Die ganze Zeit unter Strom und auf einmal zunehmender Druckabfall. Falle ich jetzt in einen hundertjaehrigen Schlaf? Noe, das nicht, aber auf einmal habe ich keinen Appetit mehr auf das dahinposierende Bierchen.
Die Abschiedsrunde beginnt. Auf Wiedersehen, bis bald einmal, vielen Dank und was man so sagt. Die gesamte Belegschaft versammelt sich, winkt mir und wuerft mir Kuesse hinterher. Ob er jemals wiederkommen wird, fragen sich die Mitarbeiter des NOFV lautstark gegenseitig. Traenen fließen und verwandeln den gesamten Vorplatz in einen reißenden Strom des Mitgefuehls, der Wehmut und auch der Hoffnung, mein strahlendes Laecheln bald wiedersehen zu duerfen.
Und so entwerte ich zum vorlaeufig letzten Mal ein Ticket und fahre mit den grimmigen Berlinern zum Hauptbahnhof.
Dort ist die Hoelle los. Sind wohl ein paar Verkehrsmittel der DB mit Verspaetung unterwegs. Entgleiste Gesichtzuege allenthalben, das pure Entsetzen. Menschen stuerzen sich vom Obergeschoss in die Tiefe, doch ich habe noch immer keine Lust auf mein Sieger-Bier. Der Connex kommt. Ich steige mit einer Krokodilstraene im Knopfloch in diese Schlange aus Stahl und uebelriechenden Sitzbezuegen. Auf geht es in meine Geburtsstadt. Lange nicht mehr dagewesen.
Am Hauptbahnhof spuckt uns der Zug aus und ich laufe nach Hause. Das Geld werfe ich den Leipziger Verkehrsbetrieben nicht in ihren gierigen Schlund. Eine kurze Ruhepause. Zeit zur Besinnung. Und dann gehts ins Bett. Schlafen. Ob Jerome noch auf das Foto wartet?
Bis bald. Euer Himppe.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Abenteuer-Urlaub II pt.3

Die Daemmerung ist noch fern, aufstehen muss ich trotzdem. Da kennt der Tagesablauf kein Pardon. Da sagt er ganz unverhohlen Cest la vie. Der vorlaeufig vorletzte Tag in Berlin beginnt. Mir dessen bewusst, beginnt die Wehmut einzusetzen. Und zack, ist sie auch schon wieder vorbei. Es gibt viel zu tun. Das Fazit des Tages:

ja, doch.

Den ganzen Logistik-Kram lasse ich jetzt mal außen vor. Im Rewe gibts wieder ein paar Aepfel meiner Lieblingssorte: Oma Schmidt. Unweit davon greife ich zum Mate-Imitat. Heute wieder zwei Flaschen. Schließlich muss ich heute nochmal einen entscheidenden Schritt nach vorn machen.
Wie immer in den letzten Wochentage klingele ich, damit man mich hineinlaesst. Der Geschaeftsfuehrer drueckt auf einen Knopf an seinem Thron, das Tor oeffnet sich, die Zugbruecke wird hinuntergelassen. Nun kommt es zum Showdown, denke ich, aber nix. Man winkt mich durch und schließt mir die kleine Kammer im Elfenbeinturm auf. Ich lege los.
Die Zeit ist streng rationiert. Erfreulicher- wie auch seltsamerweise bleibe ich bestaendig im Zeitplan. Zur Halbzeit liege ich sogar mit 15Minuten in Fuehrung, doch ein paar Schluck Wasser, zwei Aepfel und ein paar Gedankenspruenge spaeter faellt bereits der Ausgleich. Jetzt gilt es, den Druck hochzuhalten. Eine erneute Pause zum Zweck der Essensaufnahme ist vorerst nicht moeglich. Und es kommt, wie es kommen musste, der Koenig tritt herein. Ob ich fleißig alles digitalisiere. Und ueberhaupt. Ich bejahe und erwaehne beilaeufig die Schwierigkeiten, die mit der Arbeit im Archiv zusammenhaengen. Er nickt verstaendnisvoll und verschwindet wieder. Gut gemacht Himppe! Wenngleich die Uhr weiterlief. Fortan lese ich nur noch fluechtig, alles was nuetzlich erscheint wird gleich in den Computer gejagt, die Aufloesung ist eh schon auf die Haelfte reduziert (wenn ueberhaupt, spart das eine Sekunde pro Scanvorgang, aber wohl eher gar nichts außer Festplattenkapazitaet).
Mehrmals gehe ich in den Raum, in dem die Unterlagen in Kartons untergebracht sind und besorge mir neue Papierstapel. Auswertungen, Vorlagen und allerlei Geschriebenes bis die Augen schwitzen. Und noch bevor ich wieder in meinem Quartier bin, ist meine Zeit vorrueber. Gegen dreiviertel Vier am Nachmittag schalte ich den Rechner aus, packe alles was mir gehoert in meinen Rucksack, bis auf meinen Rucksack, denn sonst wuerde ich Gefahr laufen, mich zu verheben. Noch jedem nen schoenen Feierabend wuenschen, dann ab in die Straßenbahn. Handy raus. Nachrichten beantworten, schauen, was in der weiten Welt des kommerzialisierten Profifußballs so Interessantes passiert ist und wie von Zauberhand stehe sich auch schon vor der Wohnungstuer. Rein da, Schuhe aus, Jacke aus, Glotze an, Rechner raus, Rechner an und all die spannenden Dinge, die der Abend noch so mit sich bringt (inklusive Abendessen, Zaehne putzen, Rechner aus und Sachen fuer meine Heimfahrt packen). Naja und dann ist es ja auch schon jetzt. Der doofe Kommisar Beck langweilt mich zu Tode. Vielleicht ist er ja auch der Moerder?
Bis bald. Euer Himppe.

Dienstag, 14. Januar 2014

Abenteuer-Urlaub II pt.2

Und schon ist wieder Routine drin. Aufstehen, Zaehne duschen und so weiter. Nur diesmal habe ich große-groeßte Probleme, mich der Muedigkeit zu erwehren. Der Fußmarsch zum Hauptbahnhof zieht sich ewig, mein Fuß schmerzt, ich habe Hunger, ich will nach Hause. Den Traenen nahe, kaempfe ich mich die Stufen hinauf vorbei an den unfreundlichsten Gesichtern, die der Morgen zu bieten hat. Tut denen auch der Fuß weh? Oh jetzt ist es bereits zu spaet fuer das Fazit des Tages. Vielleicht koennen wir die zusammenfassende Auswertung ja morgen noch irgendwie unterbringen.
Also dann beginnt langsam der Refrain des alten Liedes. S-Bahn, Straßenbahn, Rewe usw. ...Doch halt, der Prinz goennt sich nur eine Flasche Mate-Imitat? Anzeichen einer bevorstehenden Revolution in Nepal? Steht das No-Spy-Abkommen vor dem Aus? Oder moechte jemand einen auf sparsam machen? Das laesst sich wohl nicht mehr abschließend klaeren. In einer Scheibe habe ich einige Probleme mich zu erkennen. Ich frage mich, wo meine wunderschoenen Augen geblieben sind. Der Typ, der sich im Glas spiegelt, sieht aus, als haette er sich vor kurzem ne Familien-Packung Haschkekse gegoennt, so klein sind die Sehschlitze.
Im Archiv steppt schon wieder der Baer. Ich nehme Platz, oeffne die mir zugedachten Kartons, einen nach dem anderen, und scanne, als waere es mein letzter Tag.  (Apropos Scannen, neben dem Scanner, den ich aus Bequemlichkeit im Archiv gelassen habe, befindet sich mein Ladegeraet. Da hat es sich wohl verlaufen. Oder ich habe es uebersehen. Nur eine Option davon kann der Wahrheit entsprechen) Dokument ueber Dokument, Plaene, Entwuerfe und unter all dem Zeug schließlich eine Gliederung mit dem Verweis auf die Spielkonzeption des DFV als Anlage 1. Ich denk mir nur, das ist genau das, wonach ich gesucht habe, jetzt haben sich die 300€ Kosten fuer die Archivreise schlußendlich also doch gelohnt. Dann bemerke ich, die Anlage fehlt. Anlage 2 bis unendlich sind vorhanden. Ausschließlich die erste wurde wohl versehentlich verschluckt. Nun warte ich also nur noch, dass der Geschaeftsfuehrer erscheint, um zu versuchen mir noch ein bissl Kohle aus dem Loch in meinem Portemonaie zu leiern. Aber ne, die Bombe ist zwar scharf, zur Explosion kommt es aber nicht.
Die verbleibende Zeit nutze ich, um alles was eine Ziffer und den ein oder anderen Buchstaben mit sich fuehrt, zu digitalisieren. Das Pfeifen des Scanners verkommt zum Grundrauschen in den Weiten der Geschaeftstelle. Das USB-Kabel aechzt unter der Last der Daten. Ploetzlich zeigt die Uhr an, es ist soweit. Und so packe ich alles ein, was ich mitgebracht habe und verlasse das Archiv in der Vorfreude auf den Tatort. Die Furtwaenglern laeuft heute (das ist die Gespielin von Sonny-Boy Burda).
In meiner Bleibe angekommen, speise ich kurz zu Abend und schalte den riesigen Fernseher an. Mit dem Gebrabbel vieler untalentierter "Schauspieler" im Hintergrund ordne ich die gescannten Dokumente und beende den Tag mit einem lauten Seufzer. Die Augen fallen zu und lassen sich leider nicht mehr oeffnen. Da kann ich ja auch schlafen.
Bis bald. Euer Himppe